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Das Wort bedeutet zuerst einmal nur "prächtiges Zelt" oder "prächtiges Gebäude" und wird auch als Bezeichnung für einen Königspalast verwendet (1Kön 21,1: Palast Ahabs; 2Kön 20,18: Palast des Königs von Babel; 2Chr 36,7: hier heißt der Tempel in Jerusalem "Haus Jahwes" und der Palast oder Tempel in Babel heißt hekal). In der nachgefragten Stelle ist offensichtlich die Stiftshütte bzw. das Zelt der Begegnung gemeint (wie aus 1Sam 2,22 hervorgeht), das die Israeliten von der Wüstenwanderung ins Land Kanaan gebracht hatten und das zuerst in Silo aufgestellt war (Es heißt übrigens 1Sam 1,7 auch "Haus Jahwes"). Dieses Zelt (oder was davon noch bewahrt geblieben war,) wurde bei der Einweihung des Tempels in Jerusalem dorthin gebracht (1Kön 8,3+4). Dann hatte aber auch der Tempel in Jerusalem verschiedene Bezeichnungen, neben "Tempel" auch "Haus Jahwes", "Haus Gottes" oder "Heiligtum".
Die Bezeichnungen wechseln also offensichtlich und so ist es auch kein Problem, dass David das Wort Tempel (hekal) in einigen seiner Psalmen erwähnt (z.B. 2Sam 22,7; Ps 5,8; 18,7; 27,4; 65,5), obwohl er doch nur Material dafür sammeln durfte und der Tempel erst nach seinem Tod gebaut wurde.
Hebräer 11 will weder Simson noch eine der andern dort erwähnten Personen im umfassenden Sinn zum Vorbild machen. Jakob oder die Hure Rahab wären uns in diesem Sinne auch keine Vorbilder. Die Sünden und Fehler aller erwähnten Personen sind aber nicht das Thema, sondern ihr Glaube und welche Taten sie aufgrund ihres Glaubens taten. Eine solche Vorstellung vom Vorbildsein wie sie unter vielen Christen gepflegt wird, erkennt man in der Bibel kaum. Wir sollen nicht in den Fußstapfen eines anderen Menschen gehen, was sowieso nicht möglich ist, sondern in den Fußstapfen seines Glaubens. Wir sollen also vom Glauben anderer Menschen lernen (Röm 4,12).
Hebräer 13,7 heißt es dann folgerichtig: Gedenkt eurer Führer, die das Wort Gottes zu euch geredet haben! Schaut den Ausgang ihres Wandels an, und ahmt ihren
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